Keramische Farben

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Keramische Farben

Keramische Farben in der Kazuri Werkstatt in Kenia.

Als Schmuckelement eingesetzte Glasuren lassen sich verfärben. Die Grundlage für keramische Farben bilden Metalloxide wie z.B. Kobaltoxid (blau), Kupferoxid (grün), Eisenoxid (rotbraun) oder Antimonoxid (gelb). Die Intensität der Farben ist umso größer, je schwerer das Atomgewicht der an der Glasur beteiligten Elemente ist. Blei ist jener Stoff, der in der Farbbrillanz von keinem anderen übertroffen wird. Jedoch sollten Bleiglasuren wegen der giftigen Bleidämpfe nicht bei Gebrauchskeramik verwendet werden. Keramische Farben müssen beim Brand hohe Temperaturen überstehen können. Im unteren Temperaturbereich bis etwa 800°C ist die Anzahl der Färbungsmöglichkeiten relativ groß. Bei hohen Temperaturen von 1200°C - 1300°C bleiben nur wenige Farben beständig. Im Gegensatz zu den natürlich vorkommenden Metalloxiden entstehen Farbkörper durch künstliche Aufbereitung. Dazu werden Farboxide mit Ton, Kaolin, Quarz und anderen Stoffen vermischt und bei hohen Temperaturen geglüht. Die beim Brand gebildeten Schlacken werden dann gemahlen, gewaschen und getrocknet. Metalloxide und Farbkörper können der Glasur direkt beigemischt werden, um einfarbige Oberflächen zu gestalten. Sollen auf der Keramik Farbmuster entstehen, so unterscheidet man je nach Lage der Farbpigmente in der Glasur drei Dekorationsarten: die Unterglasur-, Inglasur- und Aufglasurfarben. Die ersten spezialisierten Fabriken für keramische Farben wurden Ende des 18. Jahrhunderts in England gegründet. Weitere Werkstätten entstanden dank vielfältiger Rohstoffvorkommen im Erzgebirge Anfang des 19. Jahrhunderts.

 

Literatur

Mämpel, Uwe: "Keramik: Kultur- und Technikgeschichte eines gebrannten Werkstoffs" (Beiträge zur Witschafts-, Sozial- und Technikgeschichte der Porzellanindustrie, Bd. 6); herausgegeben vom Zentralen Archiv für die Deutsche Porzellanindustrie

 

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