Schmuck antiker Kulturen - Römer

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Schmuck antiker Kulturen - Römer

Nach der Begründung des Römischen Reiches entwickelte sich die römische Goldschmiedekunst.

Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde ein Land mit beträchtlichem Goldvorkommen als reich angesehen. Rom galt zu dieser Zeit als kleiner, unbedeutender Stadtstaat ohne eigene Goldversorgung als bettelarm. Es war schon gar kein Gold für Schmuck vorhanden und die Goldschmiedekunst stagnierte im westlichen Mittelmeergebiet mehr als drei Jahrhunderte lang. Erst mit Begründung des mächtigen römischen Reiches um 30 v. Chr. entstand der erste rein römische Schmuck. Das beliebteste Schmuckstück der Römer war zweifellos der Fingerring. Männer und Frauen trugen stets mehrere an einer Hand. Er galt erstmals als Symbol für Verlobung und Vermählung und auch als Zeichen eines Amtes oder als Siegel. Die Römer hatten eine Vorliebe für alles Bunte. So verarbeiteten sie Schmucksteine wie Smaragte, Saphire, Topase, Achate, Perlen und Diamanten. Schmuck wurde bald zum Statussymbol. Leider sind aus dieser Epoche nur wenige Exemplare erhalten geblieben. Berichte und Aufzeichnungen geben neben Abbildungen und Plastiken eine Vorstellung vom Aussehen dieser Schmuckarbeiten. Der Ohrschmuck der Römer zeichnete sich in seiner Vielfalt durch schlichte Formen und mangelndem Zierwerk aus. Der Halsschmuck bestand aus einfachen Ketten mit symmetrisch angeordneten und in Gold gefaßten Schmucksteinen. Auch Medaillons oder Münzen hängten sich die Römer als Anhänger gerne um den Hals. Münzen wurden ebenfalls in Fingerringen in enormer Anzahl verarbeitet. Bei den Armbändern war der griechische Einfluß unter häufiger Verwendung des Schlangensymbols spürbar.

Der Schmuck der Römer wurde wegen seiner Schlichtheit von Experten des 20. Jahrhunderts eher ungnädig beurteilt. Der römischen Goldschmiede wird oft ein Mangel an Phantasie und technischer Fertigkeit unterstellt. Trotz allem schufen die Römer Schmuckstücke von großer Schönheit und haben zur Weiterentwicklung der Goldschmiedekunst beigetragen - sie integrierten zum einen Schmucksteine in die reine Goldschmiedearbeit und besannen sich zum anderen auf die schlichte, unkomplizierte Formgebung der sumerischen Goldschmiede 3000 Jahre zuvor.

 

Literatur:

Anderson Black: "Die Geschichte des Schmucks" - München: Südwest Verlag GmbH & Co. KG, 1976

 

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Schmuck der Altägypter

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