Schmuck und seine Wandlung

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Schmuck und seine Wandlung

Schmuck als Identitätssymbol. Er definiert sich über die subjektive Bedeutung.

Menschen tragen seit Jahrtausenden Schmuck. Folglich stellt sich also die Frage nach dem Sinn von Schmuck. Es gibt Völker, die keine Kleidung tragen. Aber es gibt kein Volk, das keinen Schmuck trägt. Bei Ausgrabungen fand man oft mehr Schmuck als Werkzeuge. Schmuck ist also für Menschen von elementarer Bedeutung.

 

In Form von Echtschmuck fungiert er traditionell hauptsächlich als Symbol für Reichtum. Im 20. Jahrhundert löste die beschleunigte wirtschaftliche und soziale Entwicklung ein gesteigertes Schmuckbedüfnis bei der Oberschicht durch ihren sozialen Aufstieg aus. Der neu erreichte Status sollte nach außen hin dokumentiert werden. Dabei spielte der Modeschmuck eine immer größere Rolle. Reichtum mußte nicht mehr zwingend gezeigt werden. Der soziale Rang konnte beeindruckend durch einen guten Geschmack hervorstechen. In der Zeit um 1900 kam es zu einer Hochblüte des Industrieschmucks. In der Schmuckfabrik in Pforzheim begann man, Schmuck in Gold und Silber seriell zu fertigen. Damit wurde Schmuck auch für die Mittelschicht erschwinglich. Mit der Verwendung von unedlen Metallen wie Messing und Neusilber in Idar-Oberstein konnte sich nun Schmuck wirklich jeder leisten.

 

Schmuck spielt in unserer modernen Massengesellschaft immer noch eine wichtige Rolle. Der Mensch wird nach seinem äußeren Erscheinungsbild bewertet. Durch einen guten Geschmack grenzt man sich einerseits von der Masse ab, andererseits isoliert man sich jedoch nicht, da die Masse den gleichen Weg anstrebt.

 

(Gedanken aus "Schmuck und Sinn" von Anne-Barbara Knerr)

 

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